Media

Photo Credits: Pawel Chojnacki

Journalismus ordnet (im besten Fall) die Welt, überführt den großen Lauf der Dinge in verdaubare Happen – und wird durch Digitalisierung und Plattformökonomie herausgefordert wie selten zuvor: Von der Krise der Öffentlichkeit und Objektivität. Von „Schönschreiber*innen“, die ihre Storyline ausschmücken. Von wegrationalisierten Dokumentationsabteilungen. Von offenen Anfeindungen gegen die Lügenpresse” und neuen technischen Manipulationswerkzeugen für Bilder, Stimmen, Sachverhalte.

Daneben stehen auf der Habenseite weltumspannende Kooperationen, Erfolgsgeschichten aus dem Investigativ-Journalismus, das Zusammendenken und Gestalten von Datenspuren und spannenden Narrativen, erfolgreich gecrowdfundete Verlagshäuser – all das ist erst durch soziale und digitale Netzwerke möglich geworden.

Unsere Weltwahrnehmung ist fast immer medial vermittelt, deshalb räumen wir selbstverständlich der schreibenden, bloggenden, vloggenden und wie auch immer sendenden Zunft den ihr gebührenden Platz ein. Wir fragen euch und uns: Wie wollen wir im Diskurs und in Kommentarspalten miteinander umgehen? Wie wägen wir künftig Meinungsfreiheit und Hatespeech, Realität und Fake ab? Sind die Gewinner*innen des (vermeintlichen) Zeitungssterbens wirklich Plattformen, oder doch Newsletter und stimmgewaltige Podcasts? Es soll sich über die aktuelle Lage im Blätter- und Channelwald ausgetauscht werden. Wir wollen den Medienwandel analysieren und die aktuelle Informationslandschaft in den Blick nehmen. Genauso interessieren uns Online-Unterhaltung, Medien-Watchdogs und die Spielarten der persönlichen Entfaltung online, die (kritische oder faszinierte) Betrachtung von Influencer*innen genauso wie die Glanzleistungen von Weltgeschehen-Einordner*innen” und Verteidiger*innen der Pressefreiheit auf der ganzen Welt.

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    Die Debatte um Vielfalt im internationalen Film- und Fernsehgeschäft hat in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen. Produktionen wie “Queer Eye” und “Sex Education” bilden unsere pluraler und diverser werdenden Gesellschaften einfühlsam - und gleichzeitig extrem erfolgreich – ab.
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    Die Medienbranche ist geprägt von Umbrüchen, Zusammenschlüssen, Abschieden und Übernahmen. Wer hatte vor zehn Jahren schon von “Binge Watching” oder “Digital Detox” gehört? Wer hätte geglaubt, dass ein Hashtag den Grimme Preis gewinnt und zum Ausdruck gesellschaftlicher Anteilnahme und Empörung wird? Wer hätte prognostiziert, dass ein US-amerikanischer Konzern der deutschen Serie zu ihrem (internationalen) Durchbruch verhilft?
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    Vereinfacht ist Tik Tok das Instagram für Videos. Nutzer*innen können kurze Clips hochladen und mit Filtern und Zeitraffern individuell bearbeiten. Zusätzlich gibt es Live Streams im Stil von Twitch. Webstars wie Rezo und Julien Bam, aber auch Lena Meyer-Landrut und Heidi Klum präsentieren sich auf TikTok, genauso Marken wie McDonald's, Nike und sogar die Tagesschau.
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    Green Shooting, Green Cinema, Green Storytelling: Spätestens seit “Fridays for Future” setzt auch die Film- und Medienbranche zunehmend auf Grün. Die ARD verkündet eine Themenwoche “Klimawandel und Nachhaltigkeit”, der Produzentenverband ruft seine Mitglieder auf, klimaneutral zu arbeiten, Sender und Verwerter gründen Green Teams und ernennen Chief Sustainability Officers.
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    US-Regisseur Steven Soderbergh hat es mit “Unsane” vorgemacht: Es ist möglich, einen kompletten Spielfilm auf dem Handy zu drehen.
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    Die heutige Gesellschaft fordert klare Haltungen: Ein „Nein“ zum Status Quo. Ein „Ja“ zu diversem Denken: zu neuen Technologien, zu neuem Business, zu Menschen und Kulturen. Nicht erst seit der New-Work-Bewegung ist jede Struktur, die Diskurse zulässt, innovativer, jeder Nein-Sager produktiver als ein Ja-Sager. Kreative Prozesse fangen mit einer Frage an. „Neu“ beginnt mit „Nein“. Neues Denken beginnt, wenn altes Denken hinterfragt wird. Nur so können Innovationen entstehen.